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Ein Seminarkonzept 2017

„Wegen der Zeitsprünge zwischen den Duisburg-Aufenthalten“, notierte der Filmemacher und Autor Harun Farocki in einem Erinnerungstext, „nahm ich besonders deutlich wahr, was sich so änderte, wie Marx verschwand und Foucault kam, auch den Wechsel der Frisuren.“

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André Breton

André Breton stirbt am 28. September 1966

„Die Surrealisten, die Surrealisten,
wenn die wüssten, was sie wissen müssten!“

Walter Gerlach, Frankfurter Walzer. Seite 134. Anführungszeichen im Original.

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Der Titel ist ein Plagiat. Und im Beitrag, der dem Titel folgt, kommt Feridun Zaimoglu garnicht vor. Auch kein Handkäs. Auch das „Steinerne Haus“ nicht – in dem wir gestern waren. B. zum ersten Mal, ich zum 3. Mal und seit 15 oder 30 Jahren wieder. STEEK auf heißem Stein ist der Renner, preislich 39,50. Der Handkäs wird in viel Saft gemeinsam mit einem Salat gereicht. Wir waren im Haus am Dom gewesen und hatten uns über Afghanistan informiert. Nach der Veranstaltung wurde ich gefragt, für wen ich fotografiert hätte. Ich log: Zu Dokumentationszwecken für den Veranstalter. Zurück zu Feridun Zaimoglu. Im Radio wurde heute verkündet: Er bekommt den Berliner Literaturpreis. Der Titel dieses Beitrages stammt von Jamal Tuschick und ist datiert auf den 12. Februar 2016.

„Es war lähmend“, sagte ich.
„Augen auf bei der Berufswahl“, wiederholte Hauke einen alten Stalburg-Spruch. Sie kämpfte sich durch vier Jobs und war schon einmal vor Erschöpfung vom Fahrrad gefallen.
Wir stießen hart durch die Händelstraße auf die Nibelungenallee vor. Wir überquerten den Alleenring ohne Rücksicht auf Verluste und stürmten auf den Hauptfriedhof. Zitat Jamal Tuschick

Quelle: Faustkultur

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Eigentlich hat ja heute auch die Sonne geschienen. Es ist ja auch Sonntag. Unmittelbar vor dem Haus Walter Haimann auf dem Fahrrad – „Nole!“ – Er fuhr damals (siehe Foto unten und demnächst:  Walter Haimann, der 2. von rechts) schon Rad, jetzt auf dem Weg zu einem Kirchenkonzert in Bockenheim. Wenn ich mal wieder einen Pianisten brauche …

Auf dem Weg zum Verlag Neue Kritik. In der Leipziger beim Blick auf die blasphemische oder multikulturelle oder ökumenische Figurengruppe die Frage, nein, nicht ob das alles gut ist, sondern: ob die Asiaten (ASIA-Shop) oder Chinesen das alles im Griff haben oder darüber garnicht (nach-)denken?

Einige Schritte weiter oder vorher der Trost: Das Celsius scheint doch noch nicht verloren. Öffnungszeitenschilder deuten an: Das Celsius gibt es doch noch. Demnächst also ein Ortstermin.

Bei Dorothea Rein im Verlag: Umgeben von den tabuisierten schönen Bücherwänden stehen im Verlagsraum einige Besucher vor den Bücherkisten. Ordentlich sortiert nach Philosophie und Frauen, anderen Sprachen und Kunst. Berührend  „Das Schweigen des Meeres“ von Vercours aus dem Nachlass von Hans Martin Lohmann (plus Simenon Der Zug aus Venedig) und aus dem Nachlass von Ronny Loewy „Konterrevolution und Revolte“ von Herbert Marcuse zu erstehen. Der Marcuse-Band sieht sehr ungelesen aus, erschienen in der Edition Suhrkamp 1973 („Unter Mitwirkung von Alfred Schmidt aus dem Englischen übersetzt von R. & R. Wiggershaus. Autorisierte Übersetzung“). Im Buch eine Telefonnummer auf einem Zettel: ******.

Noch zwei Suhrkamp-Bücher. 1989 erschienen, herausgegeben von R. Erd, D. Hoß, O. Jacobi und P. Noller: Kritische Theorie und Kultur. Da wäre, ob der vielen Beiträge, auch einiges zu erinnern und …  Dann noch: Helmut Dubiel „Ungewißheit und Politik“ (1994). Schon wegen des Begriffs der Ungewißheit verheißungsvoll. Und in diesem Buch eine FR-Kritik dieses Buches von Peter-Erwin Jansen.

Die letzte Erinnerung galt dann Cesare Pavese, den ich erst durch Andreas Montag, dem damaligen Leipziger Freund, entdeckte. „Wir waren noch sehr jung. In jenem Jahr habe ich wohl kaum geschlafen.“ So der erste Satz des Romans Der Teufel auf den Hügeln (Claassen Verlag, 1964). Der erste Satz wurde vom Vorbesitzer mit Bleistift unterstrichen. Ach.

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Das wird eng

Nach der gescheiterten Freundschafts-Oase in der Spohrstraße wärmt die Freunde-Liste von Facebook. Heute, via Helmut Höge, erneut eine Anfrage. Soll ich oder darf ich nicht? Immerhin hat er einen Freund verraten. Aber er hat auch geweint, an meinem Tisch.
Nein, ich mag ihn nicht. Aber muss man Facebook-Freunde mögen?
Vielleicht sollte ich den Ordner „Akte Udo“ wieder hervorholen und den Fall abschließen. Vielleicht hilft mir dabei eine Freundschaftsbestätigung.Es war doch schon einmal eine Erzählung geplant. Und das Theaterstück  zum Fall hat ja auch ein „ehemaliger Freund“ geschrieben. Damals.

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Selbstbildnis mit Grab Heiner Müllers (2014)

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Unterwegs in der Stadt.

Kurz nach 3 aus dem Haus. Vielleicht ist ein Geschäftstermin noch möglich. Zunächst, auf dem Weg zur U-Bahn: Peter. Etwas umständlich, um nicht seine Aufmerksamkeit zu erregen, den Fotoapparat in alle Himmelsrichtungen wenden. Er hat´s bemerkt. Ich versuche durch demonstrative Umständlichkeit meine voyeuristische Spur zu verwischen, grüße ihn beim vorbeigehen nur fahrig. Entschuldigung! Der Anruf auf dem Bahnsteig bringt die Info: Der Termin ist heute nicht mehr möglich. Dennoch fahre ich in die Stadt – ohne Ziel. Vielleicht eine Fahrt mit der 11? Ausgangspunkt ist schließlich die B-Ebene: Wie öffnet man das Gitter vor dem Tor bei der Nummer 31. Ah, da. Nach oben. Da kommt Bodo Kirchhof auf dem Fahrrad, in schwarz, umhüllt von einem schwarzen Mantel. Richtung Gutenberg-Denkmal die Eingänge oder Ausgänge der Bar 60311. Die Bar ist geschlossen. Fotos von allen Seiten. Da, vor mir, Wilhelm Genazino. Wir grüßen uns, ich gebe ihm die Hand. Wir reden: Über die Häßlichkeit, den Zerfall, die Gewöhnung daran. Wir vergleichen die Armut und das Elend. Damals, in der Nachkriegszeit, die vielen Einarmigen, Einbeinigen. „Die leere Stelle dort, wo das Bein war“ – das umgenähte Hosenbein. So als würde das Bein wieder nachwachsen und das Hosenbein noch gebraucht. Oder der eng anliegende Arm der Anzugsjacke. Wir reden über alles, über diese Reste in der Stadt, wie die Eingänge zum „U60311“, die wie vergessen scheinen. „Wahrscheinlich sind sie bereits vergessen.“

Auf Wiedersehen. Am Seiteneingang des Frankfurter Hof ein großes Polizeiaufgebot. Motorradstaffeln?! Wer tagt dort? Meine Geduld wird nicht belohnt. Über die Berliner Straße – den Brentanoweg folgend (den HölderlinPfad hatte ich ja schon eben). Der Bundesrechnungshof erinnert intensiv an den Bahnhof von Saßmannshausen.

Blicke zurück. […] Das historische Museum, eingepackt in Baumaschinen. Die Beflaggung kündigt die Buchmesse an. Ah, keine Hochzeit, aber 3 elegant und feierlich gekleidete Herren. Sie spielen nachher im Römer, haben ihre Instrumente eingerichtet: Ich darf noch ein Foto machen? Gerne.

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Programm

Wir sind die vor und hinter Scheiben,
gewöhnt die Stille und den falschen Ton,
in einem sicher: Daß wir bleiben
dieselben immer wie uns selbst zum Hohn.

Die Menschentiere, die wir sterben sehen,
gejagt, erlegt am Ende des Berichts,
wie Wiederholung eines ewigen Geschehen:
Denn unsern Blick trifft nichts mehr. Nichts.

Das Bett. Der Tisch. Die trüben Tage.
Gebeine bilden unsern Lebensgrund
und geben keinen Anlaß mehr zur Klage:
Da hoffe du. Du hoffst dich wund.alterjunge

Text: Günter Kunert. Auf meinem Jahresplaner für 1981

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Das INSTITUT FÜR ÄUßERST WICHTIGE ANGELEGENHEITEN hat seine Gründung noch für 2014 angekündigt.

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Im Sauerland

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Ich verstehe. Ach, das verstehen Sie also? Ich verstehe das nicht. Ich darf nicht dazu aufrufen und tue es auch nicht. Aber ich verstehe diese Menschen. Du hast das Nordend nicht verstanden. Das mit dem Heiligen Geist habe ich nicht verstanden. Was verstehst Du denn? Wenn Du das nicht verstehst, was willst Du dann hier/damit/machen? (Un-/Zutreffendes streichen). Das war jetzt ironisch, oder habe ich das nicht richtig verstanden. Das verstehst Du richtig. Ich verstehe nur Bahnhof. Verstehst Du mich. Bei Russlandversteher geht bei mir … Die meisten verstehen mich nicht. Du mußt lauter sprechen, sonst verstehe ich Dich nicht. Bitte deutlich sprechen, sonst kann man sie schlecht verstehen. Einerseits. Man muss aber auch die Anderen verstehen. Andererseits hast Du vielleicht auch Recht. Aber davon verstehe ich nichts. Das versteht doch keiner. Das verstehe ich auch nicht. Was ich gerne verstehen würde: Was ist ein Russlandversteher?

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kopfinderwand_berlin

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Der schöne 27. September

thomasbrasch-der-schöne-27.http://www.marionbrasch.de/2013/09/27/der-schone-27-september/

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Vor dem Haus in Hamburg St. Georg am 22.09.2013.

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22.09.

2209_2woherwohin

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Gestern oder vorgestern. Herbstliche Sonne in der Schillerstraße. Nach dem Gespräch über Steuerangelegenheiten richtet C. H. die Frage an mich: „Wer sind die bedeutendsten drei  Intellektuellen heute in Frankfurt?“ Tja, antworte ich, einer ist ja gerade gestorben: Schirrmacher. C. H.: „Und sonst, wer sonst?“ Ich weiche aus. C. H.: „Da war doch, wie hieß er noch gleich, sein Buch Deutschland schafft sich ab. …“Mein Gedächtnis verweigert die Antwort. C. H. schlägt im iPhone nach: „Sarrazin. Wohnt der in Frankfurt?“ – Ich verneine. C.H. schlägt nun Habermas vor. Wieder verweigere ich und verweise auf Starnberg. Er sei, relativiert C. H. seinen Vorschlag, auch schon sehr alt. Und der Suhrkamp Verlag ist auch in Berlin. C. H. schwingt sich auf sein Fahrrad. Ich bleibe noch sitzen.

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siegfriedunseld

Das Portrait Siegfried Unselds vom Maler Frank Grüttner. Foto: N. Saßmannshausen

Aus gegebenem Anlass:
Weil in diesen Tagen im Suhrkamp-Verlag ein Buch unter dem Motto „Alles über Siegfried Unseld“ herauskam ein Beitrag in diesem Blog, entnommen dem Blog www.denkart-frankfurt.de aus dem Jahr 2009.

Gespräch mit Frankfurter Maler Frank Grüttner

Sie gehören dazu: Samuel Beckett, Peter Suhrkamp, Siegfried Unseld, Ulla Berkéwicz. Es ist eine jetzt 15jährige Geschichte mit einer Vorgeschichte und sie gehört in die Gegenwart des Jahres 2009. Es fängt in Berlin an und spielt in Frankfurt am Main.

10.3.1953
Frank Grüttner: Das war die Premiere von Warten auf Godot. Ich war damals in meiner Klasse zuständig für die Theaterkarten am Arndt-Gymnasium in Berlin. Damals kostete eine Theaterkarte für Schüler 1 Mark und vom Senat gefördert gab es für jede Theateraufführung, auch bei Premieren, Schülerkarten. Ich habe, ein 13jähriger, in der 3. Reihe gesessen bei der Premiere von Warten auf Godot im Schloßpark Theater. Ich saß direkt hinter Suhrkamp, Beckett, Friedrich Luft – ohne zu wissen, wer da vor mir sitzt. Und ich war der einzige, der immer gelacht hat. Dann dreht sich während der Vorstellung einer der vor mir Sitzenden um und sagt: Du bist eingeladen zum Feiern. Als er dann auf die Bühne gerufen wurde, wußte ich erst: Das war der Dichter, das war Beckett. Er konnte gut deutsch. Ich habe mit ihm im Fundus gesessen und eine Cola getrunken. Continue Reading »

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Nachdem die Einladung zum Spontifest 2014 (Ende September) eintraf war es doch auch Zeit an dieser Stelle an diese Zeiten zu erinnern. Wenn ich mich recht erinnere kam der Titel-Vorschlag „Der polymorphperverse Basisfetischist“ für das Info des Frankfurter SB von Micha Brumlik (oder von Peter Müller?). Die Redaktion des Info tagte jedenfalls in Michas Wohnung „Auf der Körnerwiese“ und der Titel wurde, nach der ersten Ausgabe (Null-Nummer ohne Titel) abgelöst von der „Büroklammer“.

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BOMONGO

REFLEXIVE EXZESSE, EXZESSIVE REFLEXIONEN, ALSO REFLEXZESSE – AUS DEM ALLTAG UND GEWISSEN AHNUNGEN ÜBER DIE WELT.

NUR DIE PHANTASIELOSEN FLÜCHTEN IN DIE WIRKLICHKEIT (ARNO SCHMIDT)

Quelle: BOMONGO. Ein Blog. Seit 2004.

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wir spielen und basteln011Wenn den Kindern langweilig war, dann konnten sie in diesem Buch (< links) lesen, wie die Langweile zu bekämpfen wäre.  Im Buch auf Seite 81 heißt es so schön: „Indianer kann man eigentlich zu jeder Jahreszeit spielen und überall, nur nicht im Hause.“ Auch wenn ich dem Halbsatz nach dem Komma entschieden widerspreche (siehe unten), sehr angetan war ich doch von der Aussage auf der gleichen Seite, das „bewährteste Wigwam ist die Erdhöhle.“ So begann ich in einem Frühjahr oder Herbst, gemeinsam mit meinem Bruder, als noch nicht gesäht oder schon alles abgeerntet war , in unserem Garten zu graben. Wir sind aber, vielleicht erinnert sich mein Bruder noch daran, nicht tief gekommen, den Garten konnten wir nicht wie in der Zeichnung (S. 83 – unten) verändern.
Immerhin erlaubten meine Eltern ein Tipi in unserem Zimmer, vielleicht als Trost? Ein Tipi mit echten Stangen, wie sie für die Stangenbohnen verwendet wurden und mit echten Decken. Kein Müll, wie er heute in den Spielwaren-Geschäften angeboten wird aus Plastik und bunt bedruckt. Wir hatten ein echtes Tipi in unserem Zimmer, konnten in der Nacht darin Wache halten (mit dem Bärentöter, der auch am Staubsauger als Stil/Griff verwendet werden konnte, soweit er nicht von uns benötigt wurde) und viele Monde darüber nachdenken, wie man Indianer wird. Ein ewiges, dankbares „Hugh“ sei unseren Eltern dafür.

erdhöhle-und-tipi

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Thank you Bärbel Bimschas for inviting me to the 10 Books Game. Just list ten books that have stayed with you, moved you, or pop to mind. They don’t have to be great, or fine literature. Tag me and ten friends. Here we go:

Danke Bärbel Bimschas für die Einladung. *10 Bücher*

So geht’s: Schreibe zehn Bücher auf, die dir wichtig sind, die dich bewegt, gepackt und irgendwie nicht losgelassen haben. Markiere mich und zehn weitere Freunde.

Ich lade ein / I invite: … (Namen bislang nicht eingetragen …)

wir spielen und basteln011Franz Jung, Der Weg nach unten

Heinrich Heine, Das Buch der Lieder

Herman Melville, Moby-Dick oder: Der Wal

Hrsg. von Gert Lindner, Wir spielen und basteln

Karl May, Winnetou I oder III

Thomas Mann, Dr. Faustus

Laurence Sterne, Das Leben und die Ansichten Tristam Shandys

Mary McCarty, Die Clique

Karl Marx, Lohnarbeit und Kapital

Uli Becker, Dass ich nicht lache

wir uli becker dass ich nicht lache012sterne tristam013

heine buch der lieder015franz jung der weg nach014

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karlmarx2014

Karl-Marx-Buchhandlung in der Jordanstraße in Frankfurt am Main im Jahr 2014

[Meine BEOBACHTUNGEN IN DER BUCHHANDLUNG, abgedruckt im Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel, Nr. 83 vom 17. Oktober 1969.]

ich überlege mir wie ich anfange.

man kennt das ja: vom schriftsteller zum verlag. von dort zur buchhandlung. da stehen und liegen die bücher dann rum. links und rechts in den regalen an den wänden.

vorm haus zwei bäume und schon hat sich das. ich komme zur tür rein und es klingelt. ganz schön störend. ah da kommt schon wer, ein mädchen. nein also ich suche nichts bestimmtes. vielleicht kann ich mir … sie geht wieder.

wenn die musik hier hätten. es brauchten ja nicht unbedingt die mothers zu sein wie das glaube ich in hamburg bei der spartakus buchhandlung ist. wäre wirklich gut.

was seh ich mir denn an. gedichte. na mal abwarten. das mir auch immer geld fehlt. wo sind denn die taschenbücher? ach da. was heute alles erscheint: direkt doll. und wenn man sich vorstellt: alles aus bäumen.

ach da gibt’s ja wieder arno schmidt. ne daß der den karl may unbedingt zum homo machen will. nächsten monat müßte ich mir das buch eigentlich kaufen. was habe ich mich geärgert als reich-ranicki den guten schmidt fertig machen wollte. und jetzt das mit peter handke. da kauf ich mir die innenwelt usw. und dann kommt peter hamm und macht ihn mies. son pech. am besten ich verschenke das buch.

schade daß es hier keine u-zeitungen gibt. linkeck oder sowas wäre doch manchmal. na ja. (aber dafür: sterbe-drucksachen werden in dieser buchhandlung innerhalb weniger stunden geliefert. wenigstens etwas.)

also was kaufe ich denn jetzt. was spitzes haben se bei heyne ja immer. mhm mhm.

ach quatsch.

los: arbeiter bilde dich. einführung in das lateinische, so ein blödsinn. 1969 mit latein aufn mond. wenns wenigstens russisch wäre.

jules verne. machen se ja immer reklame in underground. war arno schmidt nun für oder gegen jules verne? ist bestimmt auch nichts.

was gibt es denn bei rororo. sexologie: vielleicht nächstens mal. schon wieder handke. also die hornissen brauchten sie bestimmt nicht noch mal zu drucken. was? degenhardt spiel nicht … au gut. das nehm ich mal.

ich kenne überhaupt keine arbeiter die mal in ner buchhandlung waren. an büchern hab ich sowieso kein interesse sagen die. oder sie lassen was von bertelsmann kommen. ganghofer.

nach plakaten kann ich ja mal fragen.

und nun laß ich mir was einfallen.

Norbert Saßmannshausen

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Besuch in der Denkerei Berlin und Gespräch mit Bazon Brock (19.8.); 2 Besuche im Apo-Archiv (21./22.8.); Lesung von Gerd Schönfeld, La Boheme (21.8.); Lesebühnenabend im BAIZ (20.8.); Endlos viele Fahrten mit der S- und Regionalbahn, der U-Bahn, TRAM, Bussen. Außerdem Irr- und Boots-Fahrten. Und Flanieren und viel Lauferei … soweit die Kurzübersicht. Nicht zu vergessen: über 7 Stunden mit dem Flixbus hin (18.8.) und über 7 Stunden mit dem Flixbus zurück (22.8.). Bazon Brock

 

 

 

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Eingepackt den Rosenkranz von der Heiligsprechung Padre Pios, „Mein russisches Jahrhundert“ von Fritz Mierau und „Der nichtjüdische Jude“ von Isaac Deutscher. Zwei Käsebrote, ein hartgekochtes Ei, eine Flasche O-Saft.

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An jenem Tag

HUH!

Indes der Stolze lässig dagesessen
Drang er in Mädchen mit Verführerblicken
Sah täglich zehn und hatte zehn vergessen
Doch wollte jede ihn so gern beglücken

Daß er nachts träumt von einer Riesenkuh
Und seine Unschuld fahndet nach dem Grund
Der Lüsternheit, indes ihn jene immer Schmählicher unterwerfen.
Immer schlimmer
Wie eine große Hündin spielt mit einem kleinen Hund.
H u h !

 

Ernst Fuhrmann

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Gründe gibt es ja immer

So wisst: es war etwas später Regen der Anlass
Im fernen blutigen Indien oder besser
Weil sein Hut grau war statt schwarz
An einem Tag
Dieses blutigen Oktober oder weil’s Pflastersteine
Regnete

Der Meister (er starb am 14. August 1956) selber schrieb hier einige Gründe zur Auswahl nieder …

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Wiesengrund. Wie es begann.

In diesen Tagen vor einigen Jahren entstand im Logenhaus in der Finkenhofstraße in Frankfurt der Wiesengrund. Der Wiesengrund sollte sein, was Denkbar war. Die Denkbar – das war dieser berühmte Ort in der Schillerstraße, eine Oase, ein Treffpunkt, ein Schnittpunkt unterschiedlichster und gegensätzlicher Denkweisen. Im August 2004 hatte die Denkbar in der Schillerstraße 26 die Türen endgültig geschlossen, und nun sollte doch tatsächlich eine DENKBAR im Finkenhof neu entstehen. Im Sommer hatte ich noch während des Urlaubs in Görlitz von der polnischen Seite der Stadt mit Prof. von Friedeburg telefoniert, seit dem Frühjahr mit F. K. Waechter und den anderen Künstlern der „Neuen Frankfurter Schule“, mit Michael Herl und mit Frank Wolff, mit Henscheid auch usw.  – Die Freunde der Denkbar, Werner Ost und Ulla Bayerl hatten ein schönes Logo für den Wiesengrund (honorarfrei!) entworfen – und auch den ersten Flyer entwickelt. Mit Henner Drescher wurde die Beleuchtung für die Ausstellung ausgesucht und montiert, gemeinsam mit Achim Frenz wurden die Bilder für die Ausstellung Da: Das Meer ausgesucht, gerahmt und gehängt. Falk Bayerl bereitete seine Adorno-Vorlesungen vor. Alles war voll der Vorfreude, der Erwartung und der Hoffnung.

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Flaneur

„Die Geheimnisse einer Stadt offenbaren sich immer erst, wenn man aufhört zu suchen und anfängt zu flanieren.“ Damit beginnt der Hinweis von cawü auf das Magazin „Flaneur“ in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (Ausgabe 10. August 2014). Ricarda Messner hat das Magazin gegründet, jede Ausgabe widmet sich einer Straße. „Bereits erkundet: die Berliner Kantstraße und die Leipziger Georg-Schwarz-Straße.“ www.flaneur-magazine.com

Das Magazin erscheint in englischer Sprache (für mich – leider), aber die Straßennennungen aus Berlin und Leipzig lassen mich aufgeregt werden. Kantstraße: In 10 Tagen und die Georg-Schwarz-Straße: Endlos lange her und unvergeßlich!

Bericht vom 6.9.1982 (aus meiner Stasi-Akte):
„9:30 Uhr verließ „Poet“ das Wohngrundstück und ging zu seinem Pkw, VW „Golf“, Farbe gelb, amtliches Kennzeichen: F-PE 430. […]
9:34 Uhr betrat „Poet“ die Volksbuchhandlung Georg Schwarz, Georg-Schwarz-Straße 7. In dieser Buchhandlung schaute er intensiv auf Neuerscheinungen und kaufte einen Stadtführer von Leipzig.
9:48 verließ er die Volksbuchhandlung und lief die Georg-Schwarz-Straße in die Merseburger Straße.“  […]

„Er lief die Georg-Schwarz-Straße weiter bis in Höhe Uhlandstraße.
17.43 Uhr betrat „Poet“ das Uhlandcafe, Georg-Schwarz-Straße/Ecke Uhlandstraße.“

Observation durch die Stasi am 6.9.1982 mit Fotos. Der genaue und umfangreiche Observierungsbericht über den 6.9.1982  in meiner Stasi-Akte enthält einen Fehler, der zum „weissen Balken“ auf dem Foto führt. In meiner Akte ist das Gesicht nicht unkenntlich gemacht, hier im Beitrag ist es aber notwendig, da die abgebildete Person nicht die angeblich observierte Person mit dem OV-Namen „Poet“ (= Norbert Saßmannshausen) ist, sondern mein Mitreisender Freund, den die Stasi zumindest am 6.9.1982 den ganzen Tag mit mir verwechselte…

Text auf der Rückseite des Fotos (Quelle: Meine Stasi-Akte): Ort: 7035 Leipzig Georg-Schwarz-Straße. Erklärung "Poet" nach Anlauf mehrerer Geschäfte

Text auf der Rückseite des Fotos (Quelle: Meine Stasi-Akte): Ort: 7035 Leipzig Georg-Schwarz-Straße. Erklärung „Poet“ nach Anlauf mehrerer Geschäfte

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