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13. Februar, Freitag

Am 24. Dezember 1969 erfolgt die Urteilsverkündigung im Senghor-Prozess: Jeweils ein Jahr und neun Monate Gefängnis für Hans-Jürgen Krahl, Günter Amendt und KD Wolff wegen Aufruhr, Landfriedensbruch und Rädelsführerschaft. Das Strafmaß soll, so der Gerichtsvorsitzende, einem „Überhandnehmen der Anarchie“ in der Bundesrepublik Deutschland entgegenwirken und „generalpräventiven Charakter“ haben. Über Weihnachten ist Krahl, wie in jedem Jahr, in Hannover bei den Eltern.

Auf einer Fahrt von Frankfurt zu einer Paderborner Gruppe kommt Hans-Jürgen Krahl am 13. Februar 1970 bei einem Unfall ums Leben. Bei Glatteis auf der Bundesstraße 252 in der Nähe des Ortes Wrexen bei Arolsen stößt das Auto, in dem Krahl mit vier Mitfahrern als Beifahrer sitzt, mit einem LKW zusammen. Krahl ist sofort tot. Im Krankenhaus stirbt der ebenfalls im Fahrzeug sitzende Franz-Josef Bevermeier. Der Fahrer des Wagens sowie Dalia Moneta und Carl Hegemann überleben den Unfall schwer verletzt.

Quelle: Hans-Jürgen Krahl, Konstitution und Klassenkampf, Biographische Skizze von Norbert Saßmannshausen in der 5. Auflage (2008), Verlag Neue Kritik, Frankfurt

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